PREFERE Studie: Behandlung von Prostatakrebs im frühen Stadium
Prostatakrebs
ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen
des Robert KochInstitutes erkranken pro Jahr etwa 67.600 Patienten. Ein
Großteil der Betroffenen hat einen lokal begrenzten Tumor. In diesem
Fall kommen vier Behandlungswege infrage: das operative Entfernen der
Prostata, die Bestrahlung von außen, die Behandlung des Tumors mittels
dauerhaft in der Prostata platzieren Strahlenquellen, die sogenannte Brachytherapie,
oder die aktive Überwachung mit regelmäßigen Kontrollen und der
Einleitung weiterer Therapieschritte bei Fortschreiten der Krankheit
Es werden verschiedene Behandlungsmethoden im frühen Stadium von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten miteinander verglichen. Die Teilnehmer werden über einen Zeitraum von mindestens 13 Jahren bis zum Studienende nachbeobachtet.
An der Studie werden sich bundesweit 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten sowie mindestens 60 Prüfzentren beteiligen.
Das Projekt soll bis zum Jahr 2030 dauern und wird mit 25 Millionen Euro durch die Deutsche Krebshilfe sowie die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen finanziert.
Dieses Studie wird unabhängig von industriellen und kommerziellen Interessen durchzuführen.
Für die Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms werden vier Methoden untersucht:
- Die vollständige Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie)
- Die Strahlentherapie von außen über die Haut (perkutane Strahlentherapie)
- Die Bestrahlung durch dauerhaft in der Prostata platzierte, kleine Strahlenquellen (permanente Seed Implantation oder Brachytherapie)
- Eine aktive Überwachung (Active Surveillance) mit regelmäßigen medizinischen Kontrollen, bei der die Behandlung einsetzt, wenn die Erkrankung fortschreitet.
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