Dienstag, 22. Januar 2013

Studie Prostatakrebs Behandlungsmethoden


PREFERE Studie: Behandlung von Prostatakrebs im frühen Stadium

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert KochInstitutes erkranken pro Jahr etwa 67.600 Patienten. Ein Großteil der Betroffenen hat einen lokal begrenzten Tumor. In diesem Fall kommen vier Behandlungswege infrage: das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung von außen, die Behandlung des Tumors mittels dauerhaft in der Prostata platzieren Strahlenquellen, die sogenannte Brachytherapie, oder die aktive Überwachung mit regelmäßigen Kontrollen und der Einleitung weiterer Therapieschritte bei Fortschreiten der Krankheit


Es werden verschiedene  Behandlungsmethoden im frühen Stadium von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten miteinander verglichen. Die Teilnehmer werden über einen Zeitraum von mindestens 13 Jahren bis zum Studienende nachbeobachtet.

An der Studie werden sich bundesweit 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten sowie mindestens 60 Prüfzentren beteiligen.

Das Projekt soll bis zum Jahr 2030 dauern und wird mit  25 Millionen Euro durch die  Deutsche Krebshilfe sowie die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen  finanziert.
Dieses  Studie wird  unabhängig von industriellen und kommerziellen Interessen durchzuführen.

Für die Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms werden  vier Methoden untersucht:
  1. Die vollständige Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie)
  2. Die Strahlentherapie von außen über die Haut (perkutane Strahlentherapie)
  3. Die Bestrahlung durch dauerhaft in der Prostata platzierte, kleine Strahlenquellen (permanente Seed Implantation oder Brachytherapie)
  4. Eine aktive Überwachung (Active Surveillance) mit regelmäßigen medizinischen Kontrollen, bei der die Behandlung einsetzt, wenn die Erkrankung fortschreitet.

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